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24.05.2018: Zuchtpause! Wir empfehlen: Daisukithai

Die Ernährung

hochwertig und naturnah

Ich möchte hier ein bisschen was über die Ernährung von Katzen schreiben.
Das ist ein wirklich sehr komplexes Thema und deshalb kann man hier nichts alles reinpacken.
Es wird hier aber nach und nach eine kleine Infoseite und auch eine Sammlung mit wichtigen Adressen entstehen.

Die Katze ist ein Fleischfresser


Die Katze zählt zu den Karnivoren und muss auch entsprechend ernährt werden.
Viele Marken versprechen eine optimale Ernährung der Katze mit ihrem Futter.
Wer aber sich mal die Etiketten seines Futters anschaut stößt oft auf erschreckende Zutaten
und auch die Prozentangaben lassen den ein oder anderen Schlucken.
Eine Katze die sich in der Natur rein von den Beutetieren ernährt soll mit teilweise 40% Getreide(und mehr) und schlechten Inhaltsstoffen ernährt werden?
Das scheint zunächst ein schlechter Scherz zu sein, für viele Katzen ist das leider der harter Alltag.
Nicht nur das in den Futtersorten Getreide, Soja u.ä. drinne ist, nein, auch Zucker, Karamell,
Zuckerrübenschnitzel, Konservierungsstoffe, Geschmacksverstärker, Farbstoffe uvm.
sind in vielen Sorten enthalten. Die wenigsten, meist von kleinen Firmen hergestellen(z.b. Omnomnom), kommen ohne solche Zusätze aus.

Trockenfutter für Wüstentiere


Die Katze, auch unsere Europäisch Kurzhaar, stammt von der Falb-Katze ab.
Die Heimat dieser Katze ist die afrikanische Wüste. Dort ernährt sie sich vor allem von
kleineren Nagetieren, Vögeln, Amphibien, Reptilien und gelegentlich wohl auch mal Spinnen oder gar Scorpionen.
Wasser ist in der Wüste Mangelware.
Deshalb ist die Katze darauf ausgelegt ihren Flüssigkeitshaushalt mit ihrer Nahrung auszugleichen.
Trockenfutter enhält nur einen sehr geringen Feuchtigkeitsanteil,
welcher es der Katze unmöglich macht ihren Flüssigkeitshaushalt
durch ihre Nahrung auszugleichen. Die Katze wird dazu gezwungen zu trinken.
Für die Katze ist es aber unmöglich genug zu Trinken.
Die Folge der fehlenden Wasseraufnahme ist Dehydration.
Eine hohe Dehydration kann man feststellen in dem man das Fell der Katze anhebt,
schnellt die Haut zurück, ist die Katze nicht stark dehydriert.
Sackt die Haut aber nur langsam ab, handelt es sich um eine Dehydration.

Was bringt das fehlende Wasser alles mit sich?


Das fehlende Wasser im Körper kann einige Schäden verursachen.

Was ist das geeignete Futter für die Katze?


Unsere Empfehlung ist B.A.R.F.(Biologisch Artgerechte Roh Fütterung oder Bones and Raw Food).
Dieser "Trend" kommt aus Amerika wo er mal für Hunde erfunden wurde.
Beim Barfen füttert man rohes Fleisch und natürliche Supplemente,
teilweise gibt es auch schon fertige Präparate zu kaufen.
Aber auch ganze Futtertiere kann man füttern.
Im Internet gibt es eine große Auswahl an Kalkulatoren, Büchern, Infoseiten,
Bedarfswerten, Foren, Shops uvm.
Bevor man jetzt aber einfach drauf los barft sollte man sich informieren.
Da das aber durchaus eine Weile dauern kann,
hier erstmal etwas für den Start:





Die 20% Regel


Wenn man anfängt zu Barfen will man erstmal in Ruhe probieren,
man weiß noch garnichts mit Supplementen anzufange
und die Katzen finden vielleicht Fleisch eh noch "voll Eklig".
Das ist leider so, den Katzen fressen nur das was sie kennen,
man muss sie erstmal an das neue Futter gewöhnen.
Dafür ist die 20% Regel super. Sie besagt;
das man kurzfristig 20% der Nahrung ohne bedenken durch rohes Fleisch ohne Supplemente ersetzen kann.
Aber warum ist das so?
Weil im Nass- und Trockenfutter mehr von den Vitaminen und Mineralien drinne sind,
als die Katze überhaupt benötigt.
Welches Fleisch ist geeignet?
Im Prinzip darf Katze alles essen;
jedoch könnte im Schweinefleisch der Aujeszkysche Krankheit(Pseudowut) enthalten sein,
der sowohl für Katzen, als auch für Hunde tötlich endet.
Jeder sollte für sich entscheiden ob es seiner Katze dem Risiko aussetzt oder nicht,
den Deutschland gilt momentan als Pseudowut-frei.



Knochenfütterung


Einige werden an dieser Stelle sagen:
"Ha, das weiß ich, man darf Katzen keine Knochen füttern!"
Tut mir leid das ich Sie da enttäuschen muss,
diese Annahme ist einfach ein Märchen!
Nur gekocht splittern die Knochen, roh können Katzen die Knochen ohne Probleme essen!
Man sollte jedoch nicht zu viele knochenhaltige Stücke füttern.
Zu viel Knochen kann zu Knochenkot und Verstopfungen führen.
Fleisch mit Knochenanteil kann einen besseren Dienst bei der Zahnreinigung leisten
als Trockenfutter es kann. Knochen und Fleisch in großen Stücken muss man kauen,
Trockenfutter kann man auch einfach schlucken!

Ganze Futtertiere


Wie schon geschrieben kann man auch ganze Tiere füttern.
Beispiele hierfür sind Wachteln, Eintagsküken und Mäuse, natürlich tot.
Diese kann man im Internet auf den Barf-Seiten oder in der Reptilienabteilung eines Tierfachmarkts bekommen.
Viele Katzen finden Eintagsküken super lecker,
es soll Katzen gegeben haben die nach dem ersten Genuss nie wieder was anderes essen wollten.
Vielleicht mag der ein oder andere seine Probleme mit dem Füttern von Eintagsküken haben.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, das ich mich am Anfang auch nicht an sie ran getraut habe.
Beim ersten Mal habe ich sie mit einer Pinzette in die Näpfe gelegt.
Jedoch schon beim zweiten Mal hatte ich nicht mehr so große Probleme
und heute fasse ich die Küken an wie ganz normales Fleisch.
Man gewöhnt sich eben an alles, auf wenn man es am Anfang nicht glauben mag.
Für all die jenigen die an dieser Stelle denken:
"Oh Gott, die armen Eintagsküken werden nur für die Katzen getötet! Wie grausam!"
FALSCH!
Bei den Eintagsküken handel es sich um die "Abfälle" des Konzerne,
die Eintagsküken können einfach nicht verwertet werden, da sie männlich sind.
Nur die weiblichen Tiere entwickeln genug Fleisch.
Die männlichen Tiere werden direkt nach dem Schlupf getötet.
Normalerweise werden sie dann zu Tierfutter verarbeitet, auch zu Katzendosenfutter.
Also landen sie so oder so in der Katze.
Für mich steht fest, dann gebe ich meiner Katze noch lieber ein ganzes Eintagsküken, meine Katze hat Freude daran und ihr schmeckt das, als zerschreddert im Dosenfutter.
Hier können Sie unseren kleinen Aramis sehen wie er sein erster Küken im Maul hält: